Gekämpft und doch verloren…

Vor kurzer Zeit kam der alte Jack zu uns. Er kam aus ganz schrecklicher Haltung und ist mit Marthas Pflege richtig aufgeblüht: Er hat gefressen, getrunken, hat seinen Sessel zum schlafen genossen, Fellpflege fand er ganz toll… überhaupt ein freundliche, zurückhaltender, alter Kerl.

Bei unserem letzten Besuch sind wir mit ihm spazieren gegangen und haben ihn kennengelernt. Wir haben so gefofft, ihn im Frühling in ein richtiges Verwöhn- Zuhause mitnehmen zu können… Das ist uns leider nicht vergönnt:

In der letzten Woche wollte er nimmer fressen… nach zwei Tagen ging Martha mit Jack zum Arzt… Infusion, Tabletten… wieder in der Station hat sie ihm Hühnchen gekocht, denn das liebte er sehr. Jack fraß ein bißer`l und schlief viel. Dann war sie wieder mit ihm beim Arzt. Er gab ihm eine Infusion mit Elektrolyten und Dextrose, damit er wieder Flüssigkeit bekommt und die Organe “gespült” werden. Also baute sich Martha mit den Decken aus ihrem Auto einen kuscheligen Platz auf dem Boden, denn sie wollte bei Jack sein, während der Tropf einfließt… und dabei starb er. …ganz leise, ganz sanft, … sie dachte, er wäre eingeschlafen… ist er gegangen.

Lieber Jack, wir sind unglaublich traurig, dass wir dich nicht ehr entdeckt haben und retten konnten! Wer weiß, ein, zwei Jahre ehr, wäre deine Geschichte anders ausgegangen… Gleichzeitig sind wir froh und dankbar, dir deine letzten Wochen in der Auffangstation schön gemacht zu haben. Sicherlich hattest das erste Mal Liebe, Wärme und genug Futter … wir denken an Dich!